Der Beginn, Teil 2

von Edi

Wie gestern versprochen, folgen hier noch weitere Infos zu dem, was schon gelaufen ist.

Boden

Der Boden wurde verlegt, mit tatkräftiger Hilfe von Erik und Levina. Dazu musste das Hüttchen jeweils angehoben werden, damit die Platten darunter passten. Zudem sind rundherum unten rum 65x65mm Balken verlaufen, die allerdings grösstenteils verfault waren und ersetzt werden mussten. Die Platten wurden mit Holzschrauben mit den Balkensegmenten verschraubt, und mit gewindeformenden Blechschrauben mit der Unterstruktur. Das hat erstaunlich gut funktioniert.

Mein Flächenberechnung hat gestimmt. Allerdings wollte ich die Platten zuerst quer zur Fahrrichtung einbauen. Wie sich aber herausgestellt hat war die Unterkonstruktion quer zur Fahrrichtung. Aus Stabilitätsgründen habe ich die Platten dann längs eingebaut, worauf natürlich am schluss genau 23x142cm gefehlt haben. Platte war noch genügend da, aber natürlich als Verschnitt ohne Nut und Feder. Egal, wir sind sowieso nochmals zu Hornbach gepilgert, um Material zu erwerben, da wurde halt nochmals eine OSB-Platte auf den Hänger gelegt.
Zwischen die Bodenbleche und die OSB-Platten haben wir noch Steinwolle eingebaut. Die Segmente mussten 25cm sein, glücklickerweise hat Jumbo Steinwolle 60mm dick mit 100cm Länge. Das gibt weniger Verschnitt als die Standardlänge von 125cm.

Interessant an dieser Stelle: wie oben auf dem Bild zu sehen wurden Trapezbleche mit 3 verschiedenen Farben verbaut (zudem noch farblose, die aber hier nicht zu sehen sind).

Innendecke

Was mir anfangs Bauchschmerzen bereitet hat war die Montage des Täfers an der Innendecke. Das Dach wird von Stahlprofilbögen aufgespannt, da nagelt sich’s schlecht rein. Ich bin dann aber auf die Idee gekommen, mir Holz entsprechend in Form zu kleben. Als Form sollte eine alte Schaltafel dienen. Die erste Frage war natürlich jetzt, wie gross der Radius sein soll. Als Ingenieur ist mir das natürlich nicht zu schwör: ich habe die Breite des Wagens genommen (das ist unsere Sehnenlänge s) und die Höhe des Kreissegments gemessen. Damit ergibt sich nach der Formel

r=s2+4h8hr = \frac{s^2 + 4 \cdot h}{8 \cdot h}

ein Radius bei uns von 2019mm. Ich denke mal, das waren mal 2m und das Dach ist durch jahrelange Schneelast etwas flacher geworden. Da ich geplant habe, jeweils 3 8mm dicke Fichtensperrholzleisten aufeinanderzukleben, habe ich für die Form einfach 2m genommen, die sind ja nachher auch noch etwas flexibel. Jedenfalls war jetzt noch die Frage, wie lange die Streifen sein sollen. Ich habe also wieder den Ingenieursmodus aktivert und gleich mal die komplizierten Formeln mit Arcsin und so verworfen. Ich will ja nicht noch den HP48G hervorkramen. Also kurz die Näherung nach Huygens benutzt. Ich weiss, das ihr wegen der Blumen hier sind und nicht wegen der Mathe, also lass ich die Berechnung hier weg. Wer sie braucht weiss jetzt, wonach er suchen muss. Ich bin auf jeden Fall drauf gekommen, dass ich ca. 2.15m Bogenlänge brauche. Der nette Herr im Baumarkt war so freundlich mir komplett Vorschriftswidrig (die dürfen eigentlich erst ab 100mm Breite schneiden) 15 Streifen a 50mm aus der 2500mm langen Platte gesägt. Die Streifen wurden mit Leim bestrichen und mindestens ne halbe Stunde auf die Vorrichtung gespannt und geschraubt.

Im Anschluss wurden 3 der Bögen mit mit Montagekleber und den besagten Blechschrauben auf die Stahlkonstruktion montiert. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Lasieren, lasieren, lasieren

Während ich mit der Grobarbeit zu Gange war, war Manuela fleissig am lasieren. Sie hat die Täfer auf beiden Seiten lasiert, angeschliffen und dann noch die Vorderseite ein 2. Mal lasiert. Ihr könnt es vielleicht auf einem der Fotos oben im Hintergrund erkennen. Diese Arbeit nimmt offensichtlich einiges mehr an Nerven und Zeit in Anspruch, als sich Manuela wohl anfänglich gedacht hat.

Frisch ans Werk

Das muss für den Moment reichen. Ich mich später nochmals melden, aber jetzt muss ich erst mal wieder in die Arbeitshose und raus an den Bauwagen.

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